Nachtrag zu / Addendum to „18.06.2018: Posen Teil 2 / Poznan, part 2“

NACHTRAG, JUHUUUU! – Suzanne, unsere sehr gute Freundin in Lincoln, hat meinen Wunsch erfüllt und eine Menge Information zum Künstler geliefert. Danke, Suzanne, für dieses tolle extra Weihnachtsgeschenk!

ADDENDUM, YIPPEEE!   – Suzanne, our very good friend from Lincoln, fulfilled my wish and sent me a lot of information regarding this artist. Thanks, Suzanne, for this wonderful extra Christmas present!

Wegen der unverwechselbaren Stilisierung seiner Skulpturen ist Ambroziak einer der am leichtesten zu erkennenden polnischen Künstler. Er nutzt beständig die Figur eines Mannes mit einer gedrungenen Silhouette und einem überproportional großen Kopf mit Gesichtsmerkmalen, die an Schwarze erinnern. Ambroziaks Figuren haben kurze Beine, einen gestreckten Oberkörper und lange, affenähnliche Hände. Sie gleichen sich sehr, man kann höchstens zwei oder drei verschiedene Typen unterscheiden. Der Künstler unterzieht sie grotesken Entstellungen, was sie tatsächlich provokativ hässlich macht, aber sie strahlen gezielt den Charme des Primitiven aus.

Thanks to the distinctive stylization of sculptures, Ambroziak is one of the most recognizable Polish artists. He consistently uses a figure of a man with a thick-cut silhouette and a disproportionately large head with „Negro“ facial features. Ambroziak’s figures have short legs, elongated torso and long, like monkey hands. They are very similar to each other, they can be separated by at most two or three more varied in the form of types of figures. The artist subjects them to grotesque deformation, which makes them even provocatively ugly, but they exude a specific charm of primitives.

Weiches und sinnliches Silikon ist ein moderner Stoff, der Ambroziaks Figuren klar mit der Gegenwart verbindet und „erzählt“, was sie sich mit den Menschen, die im Hier und Jetzt leben, teilen. Es ist eine andere Art von Vielseitigkeit als die, die hölzerne Skulpturen zeigen – die Betonung liegt hier auf Einsamkeit und Entfremdung.

Soft and carnal silicone is a modern material, which makes Ambroziak’s figures more clearly refer to the present and „tell“ about what is shared by people living here and now. It is a different kind of universalism than the one represented by wooden sculptures – the accent has been placed here for loneliness and alienation.

In der „Pokój Ambroziak“ genannten Installation von 2010 schaffte er einen Raum gefüllt mit einsamen, stummen Familienbanden – Silikon-Kleinkindern. In dieser Arbeit bezog er sich auf eines der brennenden sozialen Probleme Polens, indem er die Arbeit den sogenannten „Eurosierotom“ widmete, Kindern, deren Eltern das Land aus finanziellen Gründen verlassen haben.

In the installation from 2010 titled Pokój Ambroziak, he created a space filled with lonely, silent family ties – silicone toddlers. In this work he referred to one of the burning social problems in Poland, dedicating the work of the so-called eurosierotom – children whose parents left the country for profit.

 

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